Meine therapeutische Haltung und mein Behandlungsansatz

Die Qualität der Beziehung zwischen mir als Therapeutin und meinen Klienten ist ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Therapie. Als Psychotherapeutin verstehe ich mich als Begleiterin der Menschen, die sich mir anvertrauen. Mit meiner ganzen Aufmerksamkeit und Zugewandtheit bringe ich mich in den therapeutischen Prozess ein und begleite meine Klienten in die von ihnen gewünschte neue gesunde Ordnung.

Die soziale Komponente wird bei der Entstehung von Krankheiten zunehmend als bedeutsam erkannt und neuere Therapierichtungen tragen dieser Sichtweise Rechnung. Sie machen das „System Familie“ zum Gegenstand ihres Veränderungsprozesses.

So versteht sich die „Systemische Familientherapie“ als Wachstumsansatz. Störungen und Auffälligkeiten werden nicht immer als Krankheit gesehen, sondern als sinnvolle Reaktion auf schwierige Situationen. Wachstum bedeutet in diesem Zusammenhang das (Wieder-) Erlernen neuer Antwortmöglichkeiten des Einzelnen oder der Familie als System im Sinne einer Entfaltung der jedem Menschen innewohnenden Möglichkeiten an Erlebnis- und Reaktionsweisen, die seine Einzigartigkeit ausmachen; dabei können alle voneinander lernen. Es werden nicht absolute Wahrheiten gesucht; menschliche Wahrheiten sind subjektiv, verschiedene Standpunkte dürfen/müssen innerhalb der Familie Raum haben. Unterschiede sollen stimulieren, nicht zerstören. Die Krisen, die der Einzelne oder die Familie dabei durchlaufen, werden als Phasen betrachtet, die eine Gelegenheit zur Veränderung und zu neuem Wachstum bieten.

Die Veränderungsschritte zielen demzufolge in erster Linie oder zumindest gleichberechtigt neben der individuellen Behandlung auf die Therapie des individuellen sozialen Systems. Dazu gehören nicht unbedingt nur Familienmitglieder, auch andere Personen oder Institutionen können von Bedeutung sein. Im therapeutischen Setting müssen diese Personen jedoch nicht anwesend sein.